Diverse
- Konrektoren-Studie II
- ---------------------
- Service Uni
- ---------------------
- ( Nicht nur für Studenten )
- Film zum Lernen lernen
- Aufsätze - PDF
- Zusatzmaterialien
- ---------------------
- Publikationen
- --- chronolog. Verzeichnis
- --- Verzeichnis (Rubriken)
- ---------------------
- Weblinks - Sammlung
- Übersicht - Sitemap
- ---------------------
- Administrator
Rezension von: GLÖTZL, Herbert: Prinzipien effektiven Unterrichts
Rezension von:
Der Titel der zweibändigen Monografie von Herbert Glötzl erinnert an das in den 70er Jahren häufig gelesene Büchlein des viel zu früh verstorbenen Paul Brunnhuber. Allerdings deutet schon die etwas anders lautende Überschrift des Buches an, dass das Didaktikthema über sein Vorbild hinausgehend zeitgemäß aufbereitet wird. Glötzl verlässt die damals aktuelle enge Blickrichtung vom Lehrer zum Schüler und betrachtet den Unterricht unter einem modernen konstruktivistischen Lernbegriff und einer ‚mathetischen‘ (‚schülerorientierten‘) Lehrauffassung. Dieser Wandel sowie der Einbau neuerer Forschungsbefunde (z. B. das Stufen- modell des Rechtschreibens, das ‚situierte‘ Lernen oder das ‚Anchored-instruction- Konzept‘) zeigen sich nicht nur in den theoretischen Grundlegungen der Teile A und B 1, sondern auch in der Entfaltung der einzelnen Unterrichtsprinzipien. Die Grundsätze werden pragmatisch und prägnant definiert, während man die Klärung des Basisbegriffes ‚Prinzip‘ vermisst. Auch bei der Zielsetzung - Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz - erscheint zunächst die notwendige Methodenkompetenz ausgespart. Die Implementierung dieser Teilkompetenz findet sich aber an verschiedenen Stellen sehr konkret, wie dies z. B. an den Ausführungen zum ‚Prinzip der Sicherung‘ (Bd. 2, S. 419 ff.) deutlich wird. Die strukturierte, gut verständliche und - trotz der zwei Bände- angemessen umfangreiche Darstellung ermöglicht es dem schulpädagogisch vorgebildeten Leser aus den Texten praktische Anregungen und theoretische Grundlagen zu entnehmen. Auch das dezent gestaltete Layout ist positiv zu bewerten. Das Thema verlangt eine Konzentration und Reduktion der zahlreich aufgestellten Unterrichtsgrundsätze. So könnte man beispielsweise die Prinzipien der ‚Anschauung‘, der ‚Exemplarität‘, der ‚Lebensnähe‘ oder der ‚Tiefendimension‘ vermissen. Allerdings erscheinen diese Grundsätze in den diskutierten Prinzipien immanent und werden immer wieder konkret angesprochen.
Insgesamt gelingt es Herbert Glötzl – und das ist äußerst positiv zu bewerten – mit seinem zweibändigen Werk den ‚Bogen‘ zwischen schulisch relevanter Theorie und Schulpraxis ‚zu spannen‘. Damit bietet er seiner Zielgruppe (Lehramtsanwärtern, Referendaren und praktizierenden Lehrkräften) verständnisfördernde Grundlagen und hilfreiche Anregungen zu zentralen Bausteinen didaktischen und ‚mathetischen‘ Handelns in der Schule.
GLÖTZL, Herbert: Prinzipien effektiven Unterrichts. Handbuch für Erziehungs- und Unterrichtspraxis. Ernst Klett Verlag Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig 2000, 2 Bd., 542 Seiten, 64.--DM
Der Titel der zweibändigen Monografie von Herbert Glötzl erinnert an das in den 70er Jahren häufig gelesene Büchlein des viel zu früh verstorbenen Paul Brunnhuber. Allerdings deutet schon die etwas anders lautende Überschrift des Buches an, dass das Didaktikthema über sein Vorbild hinausgehend zeitgemäß aufbereitet wird. Glötzl verlässt die damals aktuelle enge Blickrichtung vom Lehrer zum Schüler und betrachtet den Unterricht unter einem modernen konstruktivistischen Lernbegriff und einer ‚mathetischen‘ (‚schülerorientierten‘) Lehrauffassung. Dieser Wandel sowie der Einbau neuerer Forschungsbefunde (z. B. das Stufen- modell des Rechtschreibens, das ‚situierte‘ Lernen oder das ‚Anchored-instruction- Konzept‘) zeigen sich nicht nur in den theoretischen Grundlegungen der Teile A und B 1, sondern auch in der Entfaltung der einzelnen Unterrichtsprinzipien. Die Grundsätze werden pragmatisch und prägnant definiert, während man die Klärung des Basisbegriffes ‚Prinzip‘ vermisst. Auch bei der Zielsetzung - Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz - erscheint zunächst die notwendige Methodenkompetenz ausgespart. Die Implementierung dieser Teilkompetenz findet sich aber an verschiedenen Stellen sehr konkret, wie dies z. B. an den Ausführungen zum ‚Prinzip der Sicherung‘ (Bd. 2, S. 419 ff.) deutlich wird. Die strukturierte, gut verständliche und - trotz der zwei Bände- angemessen umfangreiche Darstellung ermöglicht es dem schulpädagogisch vorgebildeten Leser aus den Texten praktische Anregungen und theoretische Grundlagen zu entnehmen. Auch das dezent gestaltete Layout ist positiv zu bewerten. Das Thema verlangt eine Konzentration und Reduktion der zahlreich aufgestellten Unterrichtsgrundsätze. So könnte man beispielsweise die Prinzipien der ‚Anschauung‘, der ‚Exemplarität‘, der ‚Lebensnähe‘ oder der ‚Tiefendimension‘ vermissen. Allerdings erscheinen diese Grundsätze in den diskutierten Prinzipien immanent und werden immer wieder konkret angesprochen.
Insgesamt gelingt es Herbert Glötzl – und das ist äußerst positiv zu bewerten – mit seinem zweibändigen Werk den ‚Bogen‘ zwischen schulisch relevanter Theorie und Schulpraxis ‚zu spannen‘. Damit bietet er seiner Zielgruppe (Lehramtsanwärtern, Referendaren und praktizierenden Lehrkräften) verständnisfördernde Grundlagen und hilfreiche Anregungen zu zentralen Bausteinen didaktischen und ‚mathetischen‘ Handelns in der Schule.


